PicDrop Preise 2026: Was die Tarife wirklich kosten
PicDrop hat seine Tarifstruktur zum 12. Mai 2026 überarbeitet. Wer vorher eingestiegen ist, zahlt teilweise noch alte Konditionen — wer jetzt vergleicht, sieht die neuen. Dieser Artikel ordnet die aktuellen Preise ein und erklärt zwei Punkte, die auf der Preisseite technisch korrekt, aber leicht zu übersehen sind: die Netto-Angabe und was beim Downgrade mit bestehenden Galerien passiert.
Vorab die wichtigste Einordnung: PicDrop ist kein teures Tool. Der Einstieg liegt im üblichen Rahmen für Foto-Software. Die Frage ist eher, ob die Speicherstufen zu deinem Volumen passen — denn genau dort wird es schnell unangenehm.
PicDrop Tarife im Überblick
| Tarif | Monatlich | Jährlich | Speicher | Galerien | Videokonvertierung |
|---|---|---|---|---|---|
| Free | 0 € | 0 € | 1 GB | 3 | keine Wiedergabe |
| Pro | 14,99 € | 8,39 €/Mon. | 500 GB | unbegrenzt | 60 Min./Monat |
| Advanced | 39,99 € | 12,59 €/Mon. | 1 TB | unbegrenzt | 120 Min./Monat |
| Business | 99,99 € | 75,59 €/Mon. | 3 TB | unbegrenzt | 240 Min./Monat |
| Enterprise | auf Anfrage | auf Anfrage | 5 TB | unbegrenzt | unbegrenzt |
Stand August 2026, alle Preise netto. Tarife ändern sich — die verbindlichen Zahlen stehen immer auf der PicDrop Preisseite.
Auffällig ist der Sprung zwischen Monats- und Jahrestarif: Beim Advanced-Plan liegt der Jahrespreis bei knapp einem Drittel des Monatspreises. Wer sich für PicDrop entscheidet und weiß, dass es passt, sollte jährlich zahlen. Wer noch testet, zahlt für die Flexibilität einen erheblichen Aufschlag.
Die Netto-Falle
PicDrop weist seine Preise netto aus, also ohne Umsatzsteuer. Das ist im B2B-Umfeld üblich und völlig legitim — aber es verzerrt den Vergleich, wenn du gegen Anbieter rechnest, die brutto ausweisen.
Konkret: 14,99 € netto sind bei 19 % Umsatzsteuer 17,84 € brutto. Beim Business-Plan werden aus 99,99 € netto rund 118,99 € brutto.
Für dich als vorsteuerabzugsberechtigtes Unternehmen ist das irrelevant — du holst dir die Steuer zurück. Relevant wird es in zwei Fällen: Du bist Kleinunternehmer nach § 19 UStG und kannst keine Vorsteuer ziehen, oder du vergleichst PicDrop mit einem Anbieter, dessen Preisseite brutto rechnet. Dann vergleichst du zwei verschiedene Zahlen.
Was beim Downgrade oder Kündigen passiert
Das ist der Punkt, der beim Preisvergleich am häufigsten übersehen wird — und der im Ernstfall am meisten kostet.
Wenn du von einem bezahlten Tarif zurück auf Free wechselst oder die Zahlung einstellst, gilt wieder das Free-Limit: 3 Galerien, 1 GB. Alles darüber hinaus bleibt zwar in deinem Account, ist aber für Dritte nicht mehr zugänglich und nicht mehr herunterladbar. PicDrop formuliert das in den FAQ deutlich: Dateien und Galerien oberhalb der Grenzen können von Dritten nicht mehr abgerufen werden.
Praktisch heißt das: Alte Galerie-Links, die du Kunden vor zwei Jahren geschickt hast, funktionieren nach einem Downgrade nicht mehr. Wer regelmäßig auf Archiv-Links verweist oder Kunden längeren Zugriff zugesagt hat, sollte das vor dem Wechsel wissen.
Das ist keine PicDrop-Besonderheit — die meisten Galerie-Anbieter handhaben das ähnlich, weil sie sonst unbegrenzt Speicher für zahlungsfreie Accounts vorhalten müssten. Aber es ist ein Kostenfaktor, der auf keiner Preisseite steht: Solange du willst, dass alte Galerien erreichbar bleiben, zahlst du weiter.
Wo der Speicher teuer wird
500 GB im Pro-Tarif klingen nach viel. In der Praxis hängt es daran, wie lange du Galerien offen hältst.
Ein Hochzeits-Shooting mit 800 Bildern in voller Auflösung liegt schnell bei 8–12 GB. Ein Business-Shooting mit RAW-Austausch deutlich darüber. Wer zehn Jobs im Monat macht und Galerien ein Jahr lang online lässt, ist nach etwa vier bis fünf Monaten am Pro-Limit — nicht wegen der laufenden Arbeit, sondern wegen des Archivs.
Ab da hast du drei Optionen: Speicher dazubuchen (im Pro-Tarif je 250 GB für 7,99 € netto zusätzlich), auf Advanced wechseln oder konsequent alte Galerien löschen. Die dritte Option ist die günstigste und die, die am meisten Disziplin verlangt.
Genau an diesem Punkt lohnt der Blick auf Anbieter mit anderem Preismodell. Manche rechnen pro Galerie statt pro Gigabyte, was für wenige große Jobs günstiger ist. Andere bieten unbegrenzten Bildspeicher in bezahlten Tarifen — dort verschiebt sich die Kostenfrage weg vom Volumen.
Was im Preis nicht enthalten ist
Zwei Dinge, die für viele Fotografen relevant sind und bei PicDrop nicht Teil des Pakets sind:
Ein Print-Shop. PicDrop verkauft keine Abzüge. Wenn Druckverkauf ein Umsatzkanal für dich ist, brauchst du einen zweiten Anbieter oder wickelst manuell ab. Anbieter wie Pic-Time, Pixieset oder Scrappbook haben das integriert.
Videowiedergabe im Free-Tarif. Videos lassen sich zwar hoch- und herunterladen, aber nicht abspielen. Streaming, Schnellvorschau und Vorschaubild gibt es erst ab Pro. Wer Bewegtbild liefert, hat im kostenlosen Tarif also keinen brauchbaren Video-Workflow.
Lohnt sich PicDrop preislich?
Für den klassischen Foto-Workflow: ja. Der Pro-Tarif deckt Galerien, Auswahl, Kommentare und Downloads solide ab, und im Jahresabo ist der Preis konkurrenzfähig.
Enger wird es in drei Situationen. Erstens, wenn dein Archiv wächst und du Galerien dauerhaft offen hältst — dann zahlst du für Speicher, nicht für Funktion. Zweitens, wenn Video ein fester Teil deines Angebots ist: Die Konvertierungsminuten sind gedeckelt, und ein echtes Video-Review mit Timecode-Feedback und Versionen ist etwas anderes als Videowiedergabe in der Galerie. Drittens, wenn du für wiederkehrende Firmenkunden arbeitest und pro Projekt neue Links verschickst.
In diesen Fällen ist die relevante Frage nicht, ob PicDrop zu teuer ist, sondern ob du ein zweites Tool danebenstellen musst. Zwei Abos für einen Workflow sind fast immer teurer als eines, das den ganzen Ablauf abdeckt.
Genau hier setzt Exportlab an: Auswahl am Bild, Feedback am Medium, Video-Review mit Timecode, Uploads vom Kunden und ein Kundenportal für wiederkehrende Projekte in einem Workspace. Einen Print-Shop gibt es nicht — wer davon lebt, ist bei Pic-Time oder Scrappbook besser aufgehoben. Ein ausführlicher Überblick über das Feld steht in unserem Vergleich der PicDrop Alternativen.
FAQ: PicDrop Preise
Was kostet PicDrop im Monat?
Der Pro-Tarif kostet 14,99 € netto monatlich oder 8,39 € netto pro Monat im Jahresabo. Darüber liegen Advanced (39,99 € netto) und Business (99,99 € netto). Der kostenlose Tarif ist dauerhaft nutzbar, aber auf 1 GB und 3 Galerien begrenzt.
Sind die PicDrop Preise netto oder brutto?
Netto, also ohne Umsatzsteuer. Bei 19 % werden aus 14,99 € netto rund 17,84 € brutto. Für vorsteuerabzugsberechtigte Unternehmen macht das keinen Unterschied, für Kleinunternehmer schon.
Wie viel Speicher hat der kostenlose PicDrop Tarif?
1 GB bei maximal 3 Galerien. Das reicht zum Ausprobieren, aber selten für laufende Kundenarbeit — eine einzelne Hochzeitsgalerie sprengt das Limit deutlich.
Was passiert mit meinen Galerien, wenn ich kündige?
Bestehende Galerien und Dateien oberhalb des Free-Limits bleiben in deinem Account, sind aber für Dritte nicht mehr zugänglich und nicht mehr herunterladbar. Alte Kunden-Links funktionieren dann nicht mehr. Prüfe vor einer Kündigung, ob noch aktive Galerien laufen.
Kann ich bei PicDrop Speicher dazubuchen?
Ja. Im Pro-Tarif lässt sich der Speicher in Schritten von 250 GB erweitern, für je 7,99 € netto zusätzlich pro Monat. Ab einem gewissen Punkt ist der Wechsel in den nächsthöheren Tarif günstiger als mehrere Erweiterungen.
Gibt es bei PicDrop einen Rabatt für Jahreszahlung?
Ja, und er ist erheblich. Beim Pro-Tarif sinkt der Monatspreis von 14,99 € auf 8,39 € netto, beim Advanced-Tarif von 39,99 € auf 12,59 € netto. Wer sicher ist, dass das Tool passt, sollte jährlich zahlen.
Unterstützt der kostenlose Tarif Video?
Nur eingeschränkt. Videodateien lassen sich hoch- und herunterladen, aber nicht abspielen. Streaming, Schnellvorschau und Vorschaubild sind Pro- und Business-Funktionen.
Fazit
PicDrop ist preislich unauffällig — solange dein Speicherbedarf im Rahmen bleibt und du nur Fotos lieferst. Die zwei Punkte, die den tatsächlichen Preis verschieben, stehen nicht im Tarif: das wachsende Archiv, das dich in höhere Stufen schiebt, und die Tatsache, dass alte Galerien nur so lange erreichbar bleiben, wie du zahlst.
Bevor du Tarife vergleichst, lohnt daher eine andere Rechnung: Wie viele Tools brauchst du für einen kompletten Job — vom Upload über Auswahl und Feedback bis zur finalen Lieferung? Wenn es mehr als eines ist, entscheidet nicht der günstigste Galerie-Tarif, sondern die Summe.


