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Veröffentlicht Aug 5, 2026 in Fotografen

PicDrop vs. Pixieset: Zwei Tools mit völlig unterschiedlichem Zweck

Vergleich zweier Online-Galerie-Plattformen für Fotografen
Exportlab

PicDrop vs. Pixieset: Zwei Tools mit völlig unterschiedlichem Zweck

Wer PicDrop und Pixieset vergleicht, vergleicht auf den ersten Blick zwei Online-Galerien für Fotografen. Auf den zweiten Blick sind es zwei Produkte, die unterschiedliche Fragen beantworten.

PicDrop ist ein Proofing-Werkzeug: schnell hochladen, Kunde wählt aus, du lädst die Auswahl herunter. Pixieset ist eine Verkaufsplattform: schöne Galerie, integrierter Shop, Website und Studio-Verwaltung drumherum.

Die Entscheidung hängt deshalb weniger an Funktionslisten als an einer einzigen Frage: Verkaufst du Abzüge?

Der Vergleich auf einen Blick

PicDropPixieset
HerkunftDeutschlandKanada
FokusProofing & schnelle AbstimmungGalerie, Shop & Website
Kostenloser Tarif1 GB, 3 Galerien3 GB, unbegrenzte Galerien
Einstieg bezahlt14,99 € netto/Monat (Pro)ca. 10 $/Monat (Basic)
Print-Shopneinja, integriert
Provision im Gratis-Tarif15 % auf Shop-Verkäufe
RAW-Uploadja, alle Tarifeja, ab Pro/Ultimate
Videoab Pro, Konvertierungsminuten gedeckeltUpload-Minuten je nach Tarif
Website-Baukastenneinja
AV-Vertrag / EU-Serverjainternational, vorab klären

Stand August 2026. Preise und Konditionen ändern sich — prüfe die Angaben auf den Seiten von PicDrop und Pixieset, bevor du dich entscheidest.

Wo PicDrop stärker ist

Geschwindigkeit im Abstimmungsprozess. PicDrop ist um einen einzigen Ablauf herum gebaut: Bilder hochladen, Link verschicken, Kunde markiert und kommentiert, du ziehst die Auswahl raus. Das ist weniger hübsch inszeniert als bei Pixieset, aber es ist direkt. Wer täglich mit Auswahlrunden arbeitet — Agenturen, Werbefotografie, Redaktionen — merkt den Unterschied.

RAW-Upload in allen Tarifen. Bei PicDrop gehört RAW zum Standard, auch im kostenlosen Tarif. Bei Pixieset ist RAW-Support den Pro- und Ultimate-Tarifen vorbehalten. Wer RAWs mit Retuscheuren oder Agenturen austauscht, hat bei PicDrop den günstigeren Einstieg.

Deutscher Anbieter mit AV-Vertrag. Für Kunden aus dem Gesundheitswesen, dem öffentlichen Sektor oder aus Konzernstrukturen ist die Frage nach Serverstandort und Auftragsverarbeitungsvertrag oft Teil der Auftragsvergabe. PicDrop ist hier unkompliziert, bei internationalen Anbietern muss man genauer hinschauen.

Kein Shop, den du mitbezahlst. Wenn Druckverkauf für dich kein Thema ist, zahlst du bei Pixieset für einen erheblichen Produktteil, den du nie benutzt.

Wo Pixieset stärker ist

Der Shop. Das ist Pixiesets eigentliches Produkt. Jede Galerie ist gleichzeitig ein Laden: Kunden bestellen Abzüge, Leinwände und Alben direkt aus der Galerie, angebundene Labore übernehmen Druck und Versand automatisch. Für Porträt- und Hochzeitsfotografen, die Druckverkauf als Umsatzkanal nutzen, ist das ein echter Hebel — PicDrop hat dazu schlicht kein Gegenstück.

Die Präsentation. Pixieset-Galerien sehen aus wie ein Portfolio. Cover, Typografie, Layout — der Kunde bekommt einen Moment inszeniert, nicht nur eine Dateiliste. Bei Hochzeiten und Porträts ist das Teil des Produkts.

Der größere kostenlose Tarif. 3 GB und unbegrenzte Galerien schlagen 1 GB und 3 Galerien deutlich. Der Haken: 15 % Provision auf Shop-Verkäufe im Gratis-Tarif.

Das Gesamtpaket. Website-Baukasten, Studio Manager, Mobile-App. Wer alles bei einem Anbieter haben will, bekommt bei Pixieset mehr Fläche.

Was beide nicht gut können

Beide Tools sind Foto-Werkzeuge. Sobald Bewegtbild dazukommt, wird es bei beiden dünn.

PicDrop hat Video ab dem Pro-Tarif, aber mit gedeckelten Konvertierungsminuten — 60 Minuten im Monat bei Pro. Und Videowiedergabe in einer Galerie ist etwas anderes als ein echtes Video-Review: Feedback am richtigen Timecode, Versionsstände, Freigabestatus. Pixieset erlaubt Video-Uploads je nach Tarif, verfolgt aber denselben Galerie-Ansatz.

Ebenfalls bei beiden schwach ausgeprägt: die Rückrichtung. Wenn dein Kunde dir Material schicken soll — Briefings, Logos, Gastfotos, Referenzbilder — landest du wieder bei WeTransfer, Dropbox oder E-Mail-Anhängen.

Und für wiederkehrende Firmenkunden gilt bei beiden das Gleiche: Ein Galerie-Link pro Projekt. Wer im dritten Jahr mit demselben Kunden arbeitet, hat 30 Links in 30 E-Mail-Threads.

Genau an dieser Stelle setzt Exportlab an — nicht als schönere Galerie, sondern als Arbeitsbereich, in dem Auswahl, Feedback, Video-Review mit Timecode, Kunden-Uploads und ein Kundenportal für wiederkehrende Projekte zusammenliegen. Einen Print-Shop gibt es nicht: Wer vom Druckverkauf lebt, ist bei Pixieset oder Pic-Time besser aufgehoben. Der breitere Marktüberblick steht im Vergleich der PicDrop Alternativen.

Welches Tool passt zu welcher Arbeitsweise?

Nimm Pixieset, wenn du Hochzeiten oder Porträts für Privatkunden fotografierst, Abzüge und Alben verkaufst oder verkaufen willst, Wert auf eine inszenierte Galerie legst und gern Website und Galerie beim selben Anbieter hättest.

Nimm PicDrop, wenn du überwiegend digital an Firmen, Agenturen oder Redaktionen lieferst, häufige Auswahlrunden hast, RAWs austauschst, einen deutschen Anbieter mit AV-Vertrag brauchst und keinen Shop benötigst.

Schau dir eine dritte Option an, wenn du Foto und Video lieferst, regelmäßig Material von Kunden zurückbekommst, mit wiederkehrenden Firmenkunden arbeitest oder mehrere Entscheider in Freigaben einbinden musst.

FAQ: PicDrop vs. Pixieset

Was ist der Hauptunterschied zwischen PicDrop und Pixieset?

PicDrop ist auf schnelles Proofing ausgelegt: hochladen, auswählen lassen, Auswahl herunterladen. Pixieset ist eine Verkaufsplattform mit integriertem Print-Shop, Website-Baukasten und Studio-Verwaltung. PicDrop hat keinen Shop, Pixieset ist ohne ihn nur halb genutzt.

Ist Pixieset oder PicDrop günstiger?

Der Einstieg ist bei Pixieset mit rund 10 $ monatlich nominell niedriger als bei PicDrop mit 14,99 € netto. Der Vergleich hinkt aber: PicDrop liefert im Pro-Tarif 500 GB, Pixieset im Basic-Tarif 10 GB. Nach Speicher gerechnet ist PicDrop deutlich günstiger.

Unterstützt Pixieset RAW-Dateien?

Ja, seit einiger Zeit — allerdings nur in den Pro- und Ultimate-Tarifen, und die Funktion muss in den Einstellungen aktiviert werden. Bei PicDrop ist RAW-Upload in allen Tarifen enthalten, auch im kostenlosen.

Welches Tool ist besser für Hochzeitsfotografen?

In der Regel Pixieset, weil Druckverkauf bei Hochzeiten und Porträts ein realer Umsatzkanal ist und die Galerie-Präsentation Teil des Kundenerlebnisses. PicDrop ist die bessere Wahl, wenn du digital lieferst und keine Abzüge verkaufst.

Welches Tool ist DSGVO-freundlicher?

PicDrop ist ein deutscher Anbieter und stellt einen Auftragsverarbeitungsvertrag bereit, was die üblichen Anforderungen deutscher Geschäftskunden abdeckt. Pixieset ist ein kanadischer Anbieter — bei Kunden aus Kliniken, Kanzleien oder dem öffentlichen Sektor solltest du Serverstandort und AV-Vertrag vorab klären.

Kann ich bei Pixieset Provision sparen?

Ja. Die 15 % Provision auf Shop-Verkäufe fallen nur im kostenlosen Tarif an. Alle bezahlten Tarife verkaufen provisionsfrei. Wer regelmäßig verkauft, hat den Tarifpreis schnell wieder drin.

Eignet sich eines der beiden Tools für Video-Review?

Nur eingeschränkt. PicDrop bietet ab Pro Videowiedergabe mit gedeckelten Konvertierungsminuten, Pixieset erlaubt Video-Uploads je nach Tarif. Echtes Video-Review mit Timecode-Feedback, Versionen und Freigabestatus ist bei beiden nicht der Schwerpunkt.

Fazit

PicDrop und Pixieset konkurrieren weniger miteinander, als die Suchanfrage vermuten lässt. Sie lösen unterschiedliche Probleme.

Wenn Druckverkauf zu deinem Geschäft gehört, führt an Pixieset kaum ein Weg vorbei — PicDrop hat dafür keine Antwort. Wenn du digital an Geschäftskunden lieferst, schnelle Auswahlrunden brauchst und mit RAWs arbeitest, ist PicDrop das direktere Werkzeug und je nach Speicherbedarf auch das günstigere.

Und wenn du beim Lesen gemerkt hast, dass dein eigentliches Problem weder Shop noch Proofing ist, sondern die Zahl der Tools zwischen Shooting und finaler Lieferung — dann ist die Frage nicht PicDrop oder Pixieset, sondern ob eine Galerie überhaupt das richtige Zentrum für deinen Workflow ist.

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