Veröffentlicht Oct 27, 2026 in Fotografen

Die besten Online-Galerien für Fotografen 2026: 10 Anbieter im Vergleich

Vergleich der besten Online-Galerien für Fotografen 2026 mit Preisen und Funktionen
Exportlab

Die besten Online-Galerien für Fotografen 2026: 10 Anbieter im Vergleich

Die Frage, welche Online-Galerie für Fotografen 2026 die beste ist, lässt sich nicht mit einem einzigen Namen beantworten — und jede Liste, die das versucht, verkauft dir etwas. Eine Galerie, die auf Print-Verkauf optimiert ist, ist für einen Videografen nutzlos. Ein Tool, das 500 GB RAW-Dateien wegsteckt, ist für drei Portrait-Shootings im Monat überdimensioniert.

Dieser Vergleich sortiert zehn Anbieter nach dem, was sie tatsächlich gut machen — mit Preisen, Speicher, RAW-Unterstützung, Print-Shop und Provisionsmodell in einer Tabelle, damit du nicht zehn Preisseiten einzeln öffnen musst. Wo ein Anbieter nicht passt, steht das dabei. Auch bei uns.

Die wichtigsten Auswahlkriterien

Bevor du Tools vergleichst, solltest du wissen, worauf du schaust. Vier Kriterien entscheiden in der Praxis fast alles:

  1. Verkaufst du Prints? Wenn ja, brauchst du eine Galerie mit angeschlossenem Shop und Laborabwicklung. Das ist eine völlig andere Produktkategorie als reine Auslieferung — und der häufigste Grund, warum Fotografen das falsche Tool wählen.
  2. Lieferst du Foto, Video oder beides? Die meisten Galerie-Anbieter sind reine Foto-Tools. Video ist dort entweder nicht vorhanden oder ein angeflanschter Upload ohne Feedback-Funktion.
  3. Wie viel Speicher brauchst du wirklich? Rechne grob: eine Hochzeit mit 800 JPEGs liegt bei 8–15 GB, in RAW schnell bei 40 GB. Wer alte Galerien offen lässt, zahlt dauerhaft für Archiv.
  4. Provision oder Fixpreis? Mehrere Anbieter nehmen im günstigen Tarif 15 % der Verkäufe. Bei 3.000 € Print-Umsatz im Jahr sind das 450 € — deutlich mehr als der Aufpreis für den nächsthöheren Tarif.

Online-Galerien für Fotografen im Vergleich (Stand 10/2026)

AnbieterEinstieg/MonatSpeicherRAWVideo-ReviewPrint-ShopProvision
Pixiesetab ca. 8–10 $10 GBjaneinja15 % im Gratis-Tarif, 0 % in bezahlten
Pic-Timeab ca. 7–8 $10 GBjaneinja (stark automatisiert)0 % in mehreren Stufen
PicDropab ca. 16 €500 GBjaeingeschränktnein—
ShootProofab ca. 10 $nach Bildanzahljaneinja0 %
SmugMugab ca. 20 $unbegrenztjaneinja15 %
CloudSpotab ca. 10 $nach Tarifjaneinja0 %
Picflowab ca. 12 $100 GBjaja (Kommentare)nein—
Zenfolioab ca. 13 $unbegrenztjaneinja0 %
PhotoShelterab ca. 10 $nach Tarifjaneineingeschränkt—
Exportlabab 7,99 $nach Tarifja (Formatliste)ja (Timeline-Feedback)nein—

Die Tabelle beantwortet die Frage „welche ist die beste" bewusst nicht. Sie beantwortet die Frage, die wirklich zählt: *welche passt zu meiner Arbeitsweise.* Die Auflösung steht in den nächsten Abschnitten.

Vergleichstabelle der besten Kundengalerien für Fotografen 2026

Die Anbieter im Detail

Pixieset — der Klassiker für Fotografen, die Prints verkaufen

Pixieset ist für viele der Standard, und das zu Recht: sauberes Interface, schnelle Auslieferung, integrierter Store, Buchungsfunktionen. Wenn du Portraits oder Hochzeiten fotografierst und Abzüge verkaufst, ist Pixieset selten die falsche Wahl.

Passt nicht, wenn: du Video lieferst (keine echte Review-Funktion) oder im Gratis-Tarif bleiben willst — dort gehen 15 % deiner Verkäufe weg.

Pic-Time — die stärkste Verkaufsautomatisierung

Pic-Time ist Pixieset funktional ähnlich, spielt seine Stärke aber im automatisierten Print-Marketing aus: Rabattaktionen, Warenkorb-Erinnerungen, saisonale Kampagnen laufen weitgehend von selbst. Wer Print-Umsatz als echte Einnahmequelle behandelt, holt hier typischerweise mehr heraus.

Passt nicht, wenn: du nur ausliefern willst. Der Funktionsumfang ist dann Overhead, den du bezahlst und nicht nutzt.

PicDrop — Proofing-Geschwindigkeit, deutschsprachiger Markt

PicDrop ist kein Verkaufs-, sondern ein Proofing-Tool: hochladen, Kunde wählt aus, Auswahl zurückholen. Das macht es schnell und schlank, und der großzügige Speicher (500 GB im Einstieg) ist für RAW-lastige Workflows attraktiv.

Passt nicht, wenn: du Prints verkaufen willst — es gibt keinen Shop. Wir haben PicDrop in einem eigenen Vergleich ausführlicher behandelt, inklusive Preisen und Gratis-Tarif.

ShootProof und CloudSpot — Verkauf ohne Provision

Beide zielen auf Fotografen, die verkaufen wollen, ohne Anteile abzugeben: 0 % Provision, Preislisten, Laboranbindung. ShootProof rechnet nach Bildanzahl statt Gigabyte ab, was bei vielen kleinen Galerien günstiger sein kann und bei wenigen großen teurer.

Passt nicht, wenn: dein Volumen stark schwankt — Abrechnung nach Bildanzahl ist dann schwer planbar.

SmugMug und Zenfolio — unbegrenzter Speicher, Portfolio inklusive

Beide kombinieren Kundengalerie mit Portfolio-Website und unbegrenztem Speicher. Für Fotografen, die Archiv und Außendarstellung in einem Tool wollen, ist das ein echtes Argument.

Passt nicht, wenn: du schnelles Proofing brauchst. Beide sind eher Präsentations- als Auswahlwerkzeuge, und SmugMug nimmt 15 % Provision.

Picflow — modernes Proofing mit Kommentaren

Picflow ist schnell, responsiv und erlaubt Kundenkommentare direkt am Bild — näher an einem Review-Tool als an einem Shop. Für Kreativ- und Agenturprojekte mit Abstimmungsrunden ist das sinnvoll.

Passt nicht, wenn: du Print-Verkauf brauchst.

Exportlab — wenn Foto *und* Video an denselben Kunden gehen

Wir sind dort stark, wo die Liste oben eine Lücke hat: Die meisten Galerie-Tools sind reine Foto-Produkte. Exportlab liefert Fotogalerien und Video im selben Workspace — inklusive Video-Review mit Timeline-genauem Feedback und EDL-/Marker-Export in den Schnitt. Dazu Kundenportal (ab Creator), Auswahlmodus, Group Shoot für Events mit Einzelzugängen, Gast-Uploads und Plugins für Lightroom, DaVinci Resolve und Premiere Pro.

Passt nicht, wenn: dein Geschäft am Print-Verkauf hängt. Exportlab hat keinen Print-Shop und keine Laborabwicklung — wer Abzüge über die Galerie verkaufen will, ist bei Pixieset, Pic-Time oder ShootProof besser aufgestellt. Auch die RAW-Unterstützung ist auf eine feste Formatliste begrenzt, nicht beliebig.

Einstieg ab 7,99 $/Monat, 7 Tage Testphase ohne Kreditkarte.

Worauf du beim Thema Datenschutz achten solltest

Bei Kundenfotos verarbeitest du personenbezogene Daten — Gesichter sind das eindeutig. Unabhängig vom Anbieter lohnt es sich, drei Dinge vor dem Vertragsabschluss zu klären:

  • Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV): Stellt der Anbieter einen zur Verfügung? Ohne AVV ist der Einsatz für Kundenaufträge in der EU rechtlich angreifbar. (Bei uns liegt er öffentlich unter Auftragsverarbeitung.)
  • Serverstandort und Drittlandtransfer: Wo liegen die Dateien, und auf welcher Grundlage fließen Daten gegebenenfalls in Drittländer?
  • Löschfristen: Was passiert mit Galerien nach Ablauf, und wie lange bleiben Backups bestehen?

Das sind Kaufkriterien, keine Formalien — und sie unterscheiden Anbieter deutlicher als viele Funktionslisten. Konkrete rechtliche Einordnung für deinen Fall gehört in die Hand einer Anwältin oder eines Anwalts; dieser Abschnitt nennt die Fragen, nicht die Antworten.

Kriterien für die Auswahl einer Kundengalerie: Print, Video, Speicher, Provision

Welche Online-Galerie passt zu dir?

Die kurze Entscheidungshilfe, nach Arbeitsweise sortiert:

  • Du verkaufst Prints als relevanten Umsatzanteil → Pic-Time (Automatisierung) oder Pixieset (Allrounder), ShootProof/CloudSpot bei 0 % Provision.
  • Du lieferst nur aus und willst Tempo → PicDrop oder Picflow.
  • Du lieferst Foto und Video an dieselben Kunden → Exportlab.
  • Du willst Archiv plus Portfolio in einem → SmugMug oder Zenfolio.
  • Du arbeitest in Abstimmungsrunden mit Agenturen → Picflow oder Exportlab (Kommentare bzw. Timeline-Feedback).

FAQ

Welche Online-Galerie ist die beste für Fotografen?

Es gibt keine, die für alle die beste ist. Für Print-Verkauf führen Pixieset und Pic-Time, für schnelles Proofing PicDrop und Picflow, für Foto-und-Video-Lieferung Exportlab, für unbegrenztes Archiv SmugMug und Zenfolio. Entscheidend ist, ob du verkaufen oder ausliefern willst — das trennt die Kategorien stärker als jedes Einzelfeature.

Was kostet eine Kundengalerie für Fotografen?

Die Einstiegstarife liegen 2026 meist zwischen 7 und 20 $ pro Monat (Stand 10/2026). Günstig heißt aber nicht billig: Mehrere Anbieter nehmen im niedrigsten Tarif 15 % Provision auf Verkäufe, und Speicher-Upgrades sind der häufigste versteckte Kostenblock.

Gibt es eine kostenlose Online-Galerie für Fotografen?

Mehrere Anbieter haben Gratis-Tarife, meist mit 3–10 GB Speicher und Provision auf Verkäufe. Für erste Aufträge reicht das; für professionelle Auslieferung wird es schnell knapp, weil eine einzige Hochzeit den Speicher füllt.

Brauchen Kunden einen Account, um eine Galerie zu öffnen?

Bei fast allen Anbietern nein — der Kunde öffnet einen Link, optional mit PIN oder Passwort. Ein Login wird nur dort nötig, wo ein dauerhaftes Kundenportal mit mehreren Projekten angeboten wird.

Welche Galerie unterstützt RAW-Dateien?

RAW-Upload bieten die meisten Anbieter an, aber selten für alle Formate und nie unbegrenzt. Prüfe immer zwei Dinge: die Liste der unterstützten Formate (CR3, NEF, ARW usw.) und die maximale Dateigröße pro Upload — daran scheitern RAW-Workflows häufiger als am Gesamtspeicher.

Fazit

Die beste Online-Galerie für Fotografen ist 2026 die, die zu deinem Geschäftsmodell passt — nicht die mit der längsten Funktionsliste. Kläre zuerst, ob du über die Galerie verkaufen oder ausliefern willst, und ob Video dazugehört. Danach bleiben meist nur zwei oder drei sinnvolle Kandidaten übrig, und die Entscheidung wird einfach.

Wenn Foto und Video bei dir an dieselben Kunden gehen, kannst du Exportlab 7 Tage ohne Kreditkarte testen — oder dir erst ansehen, wie Fotogalerien und Video-Review zusammenspielen.

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